Die Wildnis ruft

Ein wildes Durcheinander ziert die Blumenbeete, fast alle nackten Stellen sind geschlossen. Die Stockrose hat reichlich Nachwuchs, die Lupine hat sich auch vermehrt und sogar der schmerzlich vermisste Borretsch hat sich doch wieder angefunden.

 

Der wandernde Borretsch

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Der Borretsch hatte ein lustiges Suchspiel mit mir veranstaltet: Da wo er stand, ist er weg. Da ich panisch sein endgültiges Ableben befürchtet hatte, musste Janet Glausch mit ihrem tollen Saatgut aushelfen. Kaum hatte ich die Tütchen großzügig ausgesät, entdeckte ich eine Pflanze, die irgendwie so aussah, als könnte da eventuell…. Um es kurz zu machen: Einen guten Meter neben seinem Stammplatz ist der Borretsch wieder aufgetaucht. Das neue Saatgut hat sich noch nicht blicken lassen, vielleicht bekomme ich im nächsten Jahr eine Borretsch-Invasion. Darüber würde ich mich wirklich freuen, weil die Blüten so schön sind.

 

Brandenburger Wüste

Während wir im vergangenen Jahr weggeschwommen sind, hat uns jetzt die Dürre wochenlang beschäftigt. Es ist viel vertrocknet und das Saatgut teilweise gar nicht erst aufgegangen. Von vielen Reihen Bohnen, die eigentlich längst sichtbar sein sollten, ist nur vereinzelt etwas zu sehen.

Das Gemüse schwächelt, aber das Obst lässt hoffen. Dieses Jahr wird eindeutig ein Apfeljahr. Die Bäume hängen voll. Wenn es so bleibt, werden wir uns auf eine reiche Ernte freuen können. Allerdings habe ich schon wieder Bohrlöcher in den unreifen Äpfeln entdeckt.

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Und vielleicht können wir sogar Birnen ernten. Ein kleines Birnbäumchen hatte vor einigen Jahren eine einzelne Birne. Die hat Juri gefressen. Er sah sehr zufrieden dabei aus. Wenn wir Glück haben, können wir  in diesem Jahr Birnen essen und den Geschmack endlich auch mal beurteilen –  sofern uns Juris Nachfolger Enzo nicht dazwischen funkt.

 

Enzo ist da

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Es gibt einen neuen Hund, vier Monate jung und hört (manchmal) auf den schönen Namen Enzo. Hübsch ist er, clever und eigentlich ganz unkompliziert. Nur sein Verhältnis zu meinen Pflanzen ist nicht ganz so, wie es sein sollte. Sein Vorgänger Juri war ein Blumen- und vor allem Rosenliebhaber. Leidenschaftlich schnupperte er an ihren Blüten und hat nie eine abgebissen.

Enzo geht mit meinen kostbaren Pflanzen leider weniger zart um. Momentan beißt er Knospen von den Rosen ab. Ich hoffe, dies ist nur ein frühpubertärer Ausfall, der sich wieder auswächst.

 

Dafür hat er sich als zuverlässiger Aufräumer bei dem unreifen Fallobst erwiesen. Der Zusammenhang zwischen Bauchgrummeln und unreifem Obst ist ihm nicht klar.

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Frisches Obst in bester Bioqualität weiß der Kleine zu schätzen: Himbeeren erntet er schon selbstständig und Erdbeeren pflückt er auch gern.

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