Das Gemüse hat Schuld

In diesem Jahr ist in diesem Blog noch nicht viel passiert, eigentlich fast gar nichts. Schuld hat das Gemüse. Erst beanspruchten die Kartoffeln unglaublich viel Zeit: Wir haben Komposterde gesiebt, alle Pflanzkartoffeln eingesetzt und mal wieder zu wenig  Pflanztaschen gehabt. IKEA-Tüten besorgt, wieder Erde gesiebt, wieder Pflanzkartoffeln eingesetzt. Letztendlich waren damit schon gut zwei Wochenenden belegt.

Dankbare Kartoffeln

Nachdem die Kartoffeln zunächst für reichlich Stress gesorgt haben, sind sie jetzt ein echter Hingucker. Sie wachsen wie verrückt – außer Sieglinde, die braucht noch Zeit – und die Agria blüht schon. Und weil wir ein bißchen knapp mit Kartoffeln sind, 😉 haben sich auf dem Kartoffelbeet vom vergangenen Jahr noch versprengte Überbleibsel dazu entschlossen, ebenfalls zu keimen. Sogar auf dem Kompost gibt es eine einsame Kartoffelpflanze. Das nächste Problem wartet dann nach der Ernte: Wohin mit den Kartoffeln? Geplant war eigentlich, eine Miete anzulegen, da niemand von uns einen geeigneten Keller hat. Doch das Grundwasser steht hier so hoch, dass wir Angst haben, dass uns die Ernte erfriert. Wir werden schon eine Lösung finden.

 

Das Pflaster musste für die Gurken weichen

Dann wollten die Gurken versorgt werden. Hier hatte das Saatgut für Spitzenergebnisse in der Anzucht gesorgt. Dies bedeutete, dass fast alle Saatkörner aufgegangen sind und dutzende Jungpflanzen in die Erde wollten. Da ich mit so vielen Pflanzen nicht gerechnet hatte, mussten zusätzliche Ranggitter gekauft und angebracht werden. An einer Seite vom Häuschen habe ich das Pflaster rausgenommen, um zusätzlichen Platz für die Gurken zu schaffen. Zwischen die Gurken habe ich noch Buschbohnen gelegt, es fehlte überall an Platz.

Und auch das alte Tomatenzelt wurde für die Gurken reaktiviert. So wild sah es dort noch nie aus, aber eigentlich ist es auch ganz schön.

Jetzt können wir nur gießen und hoffen, dass die ganze Arbeit auch zu einer reichlichen Ernte führt.

 

Ich bin wieder da, euer Mangold

Zusätzlich mussten die Beete umgegraben und das Saatgut eingebracht werden. Auf der einen Seite sollten nur verschiedene Sorten Mohrrüben wachsen. Doch wir hatten die Rechnung ohne den Mangold gemacht. Da er dort nur im vergangenen Jahr stehen sollte, hatten wir alle Pflanzen entsorgt – dachten wir zumindest. Doch mitten in den Reihen mit jungen Mohrrüben entwickelte sich plötzlich etwas mit roten Beinen: Der Mangold ist wieder da. Bei so viel Zähigkeit darf er nun auch stehen bleiben.

Mangold

 

Ich plane Winteressen wie in meiner Kindheit

Zu den Wintergerichten meiner Kindheit gehört auch Steckrübensuppe. Da mir im Winter langweilig war, habe ich auch Steckrüben in kleinen Töpfchen vorgezogen. Die Jungpflanzen sind erst seit einigen Wochen in ihrem Beet und entwickeln sich prächtig. Ich bin gespannt, wie die Ernte aussehen wird. Alles, was unter der Erde wächst, hat für mich etwas von einem Ü-Ei. Die Steckrübe ist übrigens laut VEN das Gemüse 2017/18. Hier geht es zum ausführlichen Artikel bei VEN.

Steckrueben

Rechts neben den Steckrüben habe ich noch einige Bohnen gelegt.

100:1 für das Beikraut

Jetzt, nachdem die Beete angelegt und alle Pflanzen versorgt sind und auch das Saatgut den Weg in die Erde geschafft hat, frage ich mich, warum alles so lange gedauert hat. Von der vielen Arbeit ist nichts mehr zu sehen. Dafür meldet sich jetzt an jeder Ecke das Beikraut. Da wir fast ausschließlich gesiebte Komposterde verwenden, bin ich dauernd damit beschäftigt, zu zupfen, damit die Gemüsepflanzen nicht untergehen.


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