Große Dramen und kleine Katastrophen

Umzug und Auszug

Dann wechselten gleich zu Beginn der Saison die beiden Metallhochbeete ihren Platz. Statt neben den Brombeeren stehen sie jetzt neben dem Schuppen. Der Spinat darin wächst auch schon prima.

Die beiden Haselnussbüsche mussten weichen, der Platz wird dringend gebraucht. Dort steht jetzt meine ehemalige Schatztruhe für gesiebte Erde und kommt ihrer neuen Aufgabe als Hochbeet nach. Dort haben wir unter anderem Asia-Salat gesät, der auch schon langsam kommt. Für die Hochbeet-Hauruck-Aktion hatten wir auch Hilfe, vielen Dank Chris. Du bist der beste Hulk aller Zeiten, wie Du die Haselnusssträucher rausgerissen hast, geht in die Geschichte des Gartens ein.

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Das Hochbeet stand dort nur wenige Tage, dann bildete sich daneben eine Pfütze. Zunächst haben wir es stur mit ignorieren versucht. Aber die Methode brachte nix. Dafür stellten wir fest, dass sobald wir die Pumpe einschalteten, es in der Pfütze blubberte und immer mehr Wasser aufstieg. Ein Anruf beim Klempner brachte Klarheit: Buddeln, da dort ein Wasserrohr verläuft. Meine erste Idee, einfach den Strang abzuklemmen, hat er sofort verworfen. Er vermutete, dass von dort auch ein Abzweig ins Häuschen verläuft. Leider hatte er mal wieder Recht.

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Dies war nur der Anfang. Es mussten an die neun Meter Wasserrohr ausgegraben werden. Das neue Wasserrohr sieht aus wie ein dicker Gartenschlauch und die Handwerkerrechnung hielt sich auch in Grenzen. Jetzt wollen wir nach und nach alle Rohre austauschen. Aber erst im nächsten Jahr, sofern die Rohre mitspielen und nicht zwischendurch wieder ein Leck entsteht.

 

Kein Jahr ohne Kartoffeldrama

Und jedes Jahr grüßen die Kartoffeln… Dieses Jahr hatte ich ein neues Problem: Es waren einfach zu viele. Mutig hatte ich bei Tartuffli Pflanzkartoffeln bestellt. Neun verschiedene Sorten standen im Karton in der kalten Küche. Im Februar habe ich dann mal in den Karton geschaut und auch die Papiertüten aufgemacht. Damit ging das Platzproblem los: Erwartet hatte ich drei oder vier Kartoffeln pro Tüte, stattdessen waren es viel mehr pro Sorte. Die wanderten dann zunächst auf die Fensterbank in der Küche, da sie sehr breit ist. Außerdem hatte mir meine geliebte Schwester eine Etagere vermacht, die auch noch drei Sorten Kartoffeln aufnehmen konnte. Der Platz hat insgesamt gerade so gereicht.

Mitte März beschloss meine Haushaltshilfe, dass sie die Fenster putzen will. So wie die Fenster aussahen, hatte ich auch kein vernünftiges Argument dagegen. Damit war klar, dass die Kartoffeln aus der Küche ausziehen mussten.

 

Wohin mit den Schätzen?

Nun nahm das Drama seinen Lauf: Die Kartoffeln wurden eingepackt und in den Garten gebracht. Im vergangenen Jahr hatte ich ausprobiert, wie die Ergebnisse am besten sind. Von einer Sorte hatte ich einen Teil ins Beet gebracht und den Rest in Pflanzsäcke eingesetzt. Die Pflanzsäcke hatten bei der Ernte die Nase vorn, es waren viel mehr Kartoffeln.

Vorausschauend hatte ich deshalb schon im Herbst neun Pflanzsäcke gekauft. Mit den beiden Pflanzsäcken aus dem vergangenen Jahr glaubte ich, auf der sicheren Seite zu sein. Ich habe also mutig angefangen, die Kartoffeln in die vorhandenen Pflanzsäcke zu setzen. Nachdem sie aufgebraucht waren – was ziemlich schnell ging – habe ich auf die Kunststoffwanne aus dem Baumarkt zurückgegriffen. Dann habe ich alte Tüten von Blumenerde genommen, den Laubsack gefüllt und schließlich ratlos vor vielen Pflanzkartoffeln, die noch auf ein neues Zuhause warteten, gestanden.

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Schließlich kam mir die Idee, einfach zu IKEA zu fahren und dort blaue Tüten zu kaufen. Die gibt es in zwei Größen, ich habe die kleineren genommen. Mit zehn blauen Tüten unter dem Arm bin ich bei meinem nächsten Garteneinsatz siegessicher an die Arbeit gegangen.

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Dann waren die blauen Tüten gefüllt und es waren immer noch Pflanzkartoffeln übrig. Noch einmal zu IKEA zu fahren, hatte ich keine Lust. Schließlich habe ich alles, was mir in die Finger fiel, mit Kartoffeln bestückt.

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Dann war es endlich geschafft!

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Ein Gedanke zu “Große Dramen und kleine Katastrophen

  1. Okay, auf unserem Markt ist der Kartoffelstand französisch, die nehmen Preise für die Kartoffeln, dafür kaufen Männer ihren Angebeteten Juwelen. Ich erwarte Dich dort also in diesem Jahr, meine Liebe.

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