Kompostbaumeister in Aktion

In den vergangenen 14 Tagen habe ich nichts im Blog geschrieben, weil ich einfach keine Zeit hatte. Mein fleißiger Helfer hat den Boden eines kleinen Beetes durch Rigolen in Ordnung gebracht. Bis vor wenigen Tagen wusste ich noch nicht, was Rigolen überhaupt ist. Mehrere Spaten tief wird umgegraben. Bei diesem Beet war es mehr als notwendig, weil dort nix wuchs, außer Schachtelhalm. Der Boden war extrem verdichtet. Der Schachtelhalm ist eine sogenannte Zeigerpflanze, die anzeigt, was mit dem Boden nicht stimmt. In diesem Fall – Schachtelhalm – stark und tief verdichtet. Oberflächig umgraben bringt da nichts.

Nun hoffen wir, dass der jetzt dort ausgesäte Spinat, der Radicchio und auch Pak Choi noch schön wachsen. Die Idee, dort Schwarzwurzeln zu ziehen, war einfach zu optimistisch. Bei den Mengen an Schachtelhalm war eigentlich klar, dass das nix wird.

Großbaustelle Kompost 

Und dann steht das Großprojekt diesen Sommers kurz vor seinem Abschluss: Der neue Kompost ist fast fertig. Mit tatkräftiger Hilfe – vielen Dank Chris – wurde der alte Kompost endlich komplett geräumt. 23 (!) Schubkarren Erde haben wir zum Schluss noch rausgeholt. Dies hatte etwas von Slapstick: Ich habe die Schubkarren vollgeschaufelt, Chris hat sie weggefahren. Immer wenn ich eine größere Menge am Rand rausgeschaufelt hatte, kamen mir die Seitenbretter entgegen. Alles total verrottet. Nur die Erde hielt den Kompost noch in Form. Nachdem diese Arbeit beendet war, hat mein fleißiger Kompostbaumeister das Projekt wieder übernommen und einen neuen gebaut.

Nachdem die ganze Erde raus war, haben wir entdeckt, dass sich dort ein Rahmen aus Beton befindet. An dem Beton sind Metallhalter für Pfosten festgeschraubt. Da sie noch in Ordnung sind, haben wir sie einfach wieder verwendet.

komplett abgerissen

Die Halter sind alt, ein bisschen schief, aber sie sind noch brauchbar. Und in Beton bohren wollten wir auch nicht.

alte Halterung

Nachdem die morschen Bretter entfernt waren, krachte auch fast der ruhende Kompost zusammen. Mit einigen Nägeln und Stützbrettern wurde das Drama verhindert.

baubeginn

Für den neuen, schicken Kompost haben wir Holz gekauft. Wir haben sibirische Lärche genommen, obwohl das Holz eigentlich zu schade für den Kompostbau ist.

noch nicht gestrichen

Bei www.holz-service-24.de in Potsdam wurden wir gut beraten und die Bretter wurden für uns auf die richtige Länge zugeschnitten.

Die einzige Schwierigkeit war letztendlich der schiefe Boden und die schiefen Halter. Der Kompost ist edel, groß und hat ein individuelles Design. Wir sind mächtig stolz!

Wir wollten gern etwas von dem behalten, was die ersten Besitzer des Gartens in den 60er Jahren gebaut hatten. Die Metallhalter sind noch aus DDR-Zeiten und das große Brett, mit dem der Kompost verschlossen wurde, wahrscheinlich auch.

Deshalb haben wir für das Türchen das alte Brett wieder verwendet, das seit vielen Jahren den Kompost verschlossen hat. Nur jetzt ist es ein richtiges Tor. Ob es wirklich so bleibt, doch noch gestrichen oder nur farblos lackiert wird, ist noch nicht abschließend entschieden. Mit einem Schutzanstrich wurde der komplette Kompost noch von meinem fleißigen Kompostbaumeister versehen.

wird gestrichen

kompost de luxe2

Kompost de luxe

Zwischen Kompost und Buchsbaum soll auch noch ein Türchen angebracht werden, damit die Hunde nicht durch die Gemüsebeete latschen.

Die Türen für den Kompost und zum Gemüsegarten werden gerade noch bearbeitet. Deshalb wurde das Tor zum Kompost jetzt wieder rausgenommen.

Grenzsicherung – mal wieder

Uns fehlt noch ein Riegel für das Tor zum Kompost, aber noch mal in den Baumarkt zu fahren, haben wir jetzt einfach nicht mehr geschafft. Daran ist mein Hund nicht unschuldig, der Kompostbaumeister hat gestern einen halben Tag (mal wieder) mit der Grenzsicherung verbracht. Der Nachbar hat jetzt tagsüber den Welpen seiner Tochter zu Besuch, wenn sie arbeiten muss. Tilda wollte in die Welpenerziehung eingreifen und dem Zwerg eine Lektion verpassen und ist durch das Eingangstor geklettert. Das war übrigens schon – wie wir dachten ausreichend – mit Maschendraht gesichert, damit sie genau dies nicht kann. Mein kleiner Houdini hat es natürlich trotzdem geschafft. Den Welpen hat sie glücklicherweise nicht erwischt, hätte sonst bestimmt Ärger gegeben. Dafür irrte sie beim Nachbarn auf dem Grundstück rum. Die Unterabteilung Grenzsicherung hat jetzt ca. einen Meter hoch Maschendraht angebracht. Sieht total behämmert aus, geht aber nicht anders. Und hat natürlich Zeit gekostet.

eingangstor

Auf der rechten Seite hatte der Grenzbaumeister noch genügend Maschendraht, um ihn doppelt zu legen, links nur einfach. Unsere Vorräte waren erschöpft.

Maschendraht

 

 


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